Archiv
Web-Doku über 10 Jahre Cocoon Ibiza
Nach dem Jubiläums-Jahr 2009 geht Cocoon Ibiza geht in die elfte Ibiza-Saison. In einer kleinen Web-Doku erzählen Johannes Goller und Sven Väth (den wir Ende 2009 ebenfalls interviewt haben) sowie diverse DJ-Stars von ihren Ibiza-Erfahrungen und wie sie die Nächte im Amnesia erleben. Ganz nett!
DTEP: Förderprogramm für niederländische Acts im Rahmen von RUHR.2010

Im Rahmen des Event-Sogs, den das Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 erzeugt, hat das niederländische Musik-Exportbüro Musicxport.nl ein besonderes Angebot für alle Veranstalter auf die Beine gestellt: Das DTEP (Dutch Talent Exchange Program) bietet Festivalveranstaltern im Raum Rhein-Ruhr eine direkte monetäre Unterstützung, wenn sie im Rahmen des DTEP-Programms niederländische Bands & DJs verpflichten. “Das DTEP ist anwendbar auf jeden holländischen Act”, erklärt Manfred Tari von Pop100.com, Dortmund, der das Programm auf deutscher Seite koordiniert. Zusätzlich werden die Veranstaltungen, auf denen niederländische Künstler performen, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland landesweit beworben. Vorgestellt wurde DTEP im Rahmen der Musikmesse Eurosonic/Noorderslag in Groningen. virtualnights war vor Ort und konnte sich von der Qualität der vielen niederländischen Acts überzeugen. Und nicht nur wir: Das Festival brach in diesem Jahr alle Rekorde, mit 18.000 Besuchern, 259 Acts und 2.800 Vertretern aus der Musikbranche.
Kontakt DTEP:
Projekt Management Deutschland
Pop100.com, Herner Straße 2, 44139 Dortmund
Tel.: +49-(0)-231 1061774
Manfred Tari
Ulrike GubaProjekt Management Niederlande
Musicxport.nl,
Tel.: +31-(0)-356 727400
Ruud Berends
Huntemann.tv: Innovative DJ-Seite mit Bewegtbild-Fokus

DJs müssen immer auf dem Laufenden sein, was neue Tracks und Musiktrends angeht – klar, das ist ihr Job. Was die künstlereigenen Webseiten angeht – da sieht es dann schon ganz anders aus. Gute Beispiele für innovative Artist-Homepages gibt es wenige. Hier ist so eine: Die brandneue Seite von Oliver Huntemann, die anmutet wie ein kleiner Online-Fernsehsender: Ganzflächige Videos zu Live-Sets oder zu Tracks von seinem aktuellen Album H3, die hinter den Menüpunkten einfach weiterlaufen, eine Menüführung, die aus diversen Videoportalen gelernt ist und vieles mehr – das Ganze ist mehr Joost als Geocities. Da hat sich mal jemand was Kreatives ausgedacht! Wer weitere solcher DJ-Seiten kennt – bitte im Kommentarfeld eintragen!
Surftipps: Neue Webseiten rund um Musik

Heute mal ein Post mit innovativen Webseiten, die uns aufgefallen sind in den vergangenen Wochen. Superglued ist eine Art Buzz-Maschine rund um ein Konzert. Wer sich einloggt oder die App nutzt, erfährt nicht nur, wer noch alles auf das Konzert oder die Party geht, sondern wird auch mit Bildern und Videos rund um das Event versorgt, die andere “Hingeher” produzieren. Audiomagnet wiederum, eine deutschsprachige Seite, richtet sich an Künstler, die online ihre Musik pushen wollen. Hier können sie mit vielfältigen Mitteln ihre Musik promoten und sogar verkaufen, ohne Rechte abtreten zu müssen. Auf dem Online-Radio Quu.fm gibt es neben einem Dance-Dauerstream auch Spartenprogramme – und für diese kann jeder, der Lust hat, eigene Beiträge produzieren und einreichen. Natürlich auch DJ-Mixes. A propos: Die kann jeder Hobby-DJ auch auf Mixcloud hochladen und sich von der Dance-affinen Community entdecken lassen. Last but not least: Mugasha. Ähnlich aufgestellt wie Mixcloud, allerdings sind hier die großen Namen noch etwas mehr vertreten. Für jeden eben so, wie er es mag!
The International Turntable Orchestra: Platten-Spiele in Berlin

Turntablism kennt man vor allem aus dem HipHop, mit Scratching- und Mixing-Techniken. Doch auch in anderen musikalischen Stilen hat die Manipulation des Plattenspielers Anwendung gefunden: In der Musique Concrete wurden hauptsächlich vorgefundene Klänge verfremdet. Im Fluxus begannen viele Künstler mit der Dekonstruktion der Geräte selbst: Platten wurden zerschnitten und wieder neu zusammengesetzt. Oder in den Plunderphonics, wo es vor allem um die schnelle Abfolge unzähliger kurzer Zitate unterschiedlichster musikalischer Herkunft geht. Die Vielfalt des Turntablism wird jetzt im Rahmen der Veranstaltung T.I.T.O. (The International Turntable Orchestra) vorgestellt: 14 der derzeit interessantesten Turntablisten ihre individuellen künstlerischen Ansätze darbieten. Sie alle loten den Plattenspieler als Instrument bis an die Grenzen des Möglichen aus, und das in verschiedenen Besetzungen vom Solo über Duoformationen bis hin zum Orchester. Termin: 22. bis 25. Oktober, Akademie der Künste, Berlin. Mehr Informationen: tito.zangimusic.de.
DJs sind die neuen Popstars. Und Filmstars!
Dass DJs “klassischen” Popstars in nichts mehr nachstehen, das zeigen nicht nur die Gagen, die Plattendreher der ersten Gage mittlerweile weltweit einfordern können. Sondern auch, dass sie immer mehr ins Zentrum des filmischen Interesses gelangen. So, wie man es sonst nur von klassischen Bands oder Solo-Künstlern gewohnt ist. Nach Berlin Calling, einem Film, den man auch als subtile Promotion für das Leben und Werk des DJs Paul Kalkbrenner lesen kann, kommen nun gleich zwei “DJ-Biopics”: Zum einen Villalobos, mit dem Romuald Karmakar (”Der Totmacher”) seine Technofilm-Trilogie (zuvor “96 BPM” und “Between the Devil and the Wide Blue Sea”) komplettiert. Er begleitet den Minimal-Schamanen auf seinen Reisen durch die Clubnächte im Berliner Berghain sowie im Amnesia und im Privilege. Der Film wird übrigens auf dem Filmfestival in Venedig uraufgeführt.
Ausserdem gibt es einen neuen Film über den nicht minder erfolgreichen chilenischen Landsmann von Ricardo Villalobos, Luciano: La Ruta Del Sol ist eine Art DJ-Diary und führt den Zuschauer nach Südamerika. Dieser knapp einstündige Film wird als DVD zusammen mit dem gleichnamigen neuen Album des Wahl-Schweizers erscheinen.
50 Jahre Disco in Deutschland
Und wir dachten immer, Disco sei zeitlos, ein intrinsisches Gefühl mitten aus dem Herz, immer schon da gewesen – aber nix da: Disco wird 50. In Deutschland zumindest, oder gar weltweit? Angeblich nämlich stand die erste Discothek der Welt in – man lese und staune – Aachen: Der Scotch Club soll das Prinzip Schallplattenaufleger Ende der 50er eingeführt und kultiviert haben, Max Schautzer soll hier sogar mal hinter den Decks gestanden haben…
Jedenfalls ist das Ganze ein Grund zum Feiern, denn trotz Lounge, Club, Rave, Venue, Eventcenter und sonstigen Ausdifferenzierungen oder Neologismen: Das Prinzip Disco ist immer noch frisch wie am ersten Tag, und lockt immerhin 80 bis 90 Millionen Menschen hierzulande jährlich. Das freut natürlich auch den Bundesverband deutscher Diskotheken (BDT), und darum wird am 23. und 24. Oktober in der Aura Ibbenbüren eine große Party zu Ehren der Disco steigen. Die Köpfe – alte und junge – der Branche treffen sich vier Tage zuvor an selbem Ort, auf der alljährlichen discocontact. Wir sind natürlich dabei und bringen der Disco auch ein Geschenk mit. Aber was schenkt man so einer alten, ehrwürdigen Dame eigentlich? Puder für die Nebelmaschine? Eine Schaumparty-Kur? Noch eine Disco-Kugel? Nein, sondern: Das Versprechen, auch weiterhin unser ganzes Bestreben in den Dienst der Discotheken dieses Landes zu stellen. Schließlich haben wir Disco nahezu alles zu verdanken. Wir freuen uns auf die nächsten 50!P.S. Man beachte die virtuose Buchstabenanimation im Video.
Raven in China: c/o pop lotet den Zukunftsmarkt aus
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch China vom Rave-Virus infiziert wird – man denke nur an die Erfolge, die Sven Väth und Co. in Japan feiern. Vorbote ist oben zu sehende Veranstaltung aus dem Mai in Peking, wo Chris Liebing, M.A.N.D.Y. und die Italoboyz es schon mal krachen ließen. Die diesjährige c/o pop beschäftigt sich mit dem Zukunftsmarkt Fernost: Unter dem Motto China 2.0 werden Anja Goette (Kulturmanagerin des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2010 Shanghai), Jean Hsiao Wernheim (Head of International A-Peer Synergy Group), Nee-Bing (Lychee Productions – führendes Music/Multimedia Arts Promotion Team in China sowie Mumu Wang (Kulturmanagerin am Goethe Institut Peking) über dieses spannende Thema diskutieren. Notabene: Es gibt immer mal wieder Künstler, die hierzulande unter ferner laufen und in Asien Megastars geworden sind. Wer das nicht glauben mag, schaue sich einfach die Videos auf der MySpace-Seite von Maximilian Hecker an. Warum sollte das nicht auch DJ X aus Y schaffen können und demnächst in Peking statt nur in Paderborn spielen?
Tresor.award 2009: bester Nachwuchs-DJ gesucht
Traumjob DJ: Hinter den Decks zu stehen, liegt derzeit auf Platz Sieben jugendlicher Berufsziele. Die Berliner Techno-Institution Tresor hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, talentierte und ambitionierte Nachwuchs-DJs zu finden und zu fördern. Basis dafür war die Idee von zwei Musik– und Medienmanagement-Studenten des L-4 Instituts Berlin. Sie beschlossen im Rahmen ihres Diplomprojektes, den Tresor.award 2009 ins Leben zu rufen. Dieses Projekt soll nationalen Plattendrehern die Chance geben, einen Schritt nach vorn in ihrer Entwicklung zum professionellen DJ zu machen.
Am 3. August geht es los: Interessenten können auf www.tresorberlin.de ihr 30-Minuten-Promoset hochladen. Eine Fachjury (bestehend u.a. aus Musikjournalisten, Bookern und DJs) kürt aus dem Bewerberpool 18 Finalisten, die ab Oktober acht Wochen lang vor internationalem Techno-Publikum ihr Können unter Beweis stellen. Pro Abend treten drei der 18 DJs gegeneinander an und am Ende jeweils drei der sechs Besten. Die beiden Gewinner dürfen sich dann “Rookies of Tresor” nennen, sie erwartet eine exklusive einjährige Betreuung durch das Label Tresor, inklusive Coachings, Promopackage und weitere nationale Bookings.Mehr Informationen hier und auf www.tresorberlin.de
Cassius back in the house: Label und Kopfhörer im Gepäck
Die französischen Filterhouse-Helden Cassius – man erinnere sich an Cassius 1999 – sind zurück. Und das nicht nur mit einer neuen Single, die den programmatischen Namen Youth, Speed, Trouble, Cigarettes trägt, sondern gleich auch einem eigenen Label, Cassius Records (noch nicht online, Link wird nachgereicht). Und noch etwas haben sie im Gepäck, das man nicht alle Tage sieht: eigene Kopfhörer, die in der Kollektion von WESC erscheinen. Les voilà und welcome back!


